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Produktindividualisierung nach PC Standard Fertigung

Übersicht

Aufgabenstellung

Rack-Server, Workstations, Desktop-Computer, Notebooks und Tablets verlassen die PC-Fertigung. Vor dem Verpacken und dem Versand werden die Windows-Computer mit der Softwarelösung von OPUS für den Kunden individualisiert. Die Computer können danach direkt vom Hersteller zum Einsatzort geliefert werden. Das bietet enorme Vorteile, denn der kosten- und zeitintensive Zwischenschritt über ein Individualisierungslager entfällt. Der Kunde kann für jede Bestellung und jede Geräteart entscheiden, welche Dienstleistungen benötigt werden. Die entsprechenden Individualisierungsmodule werden in der OPUS-Software wie in einem Baukastensystem miteinander kombiniert. Das sind unter anderem:

  • Registrierung der Geräte und Meldung wesentlicher Gerätedaten an die Kunden-IT: MAC-Adressen, Seriennummern, kundenspezifische Inventarnummer
  • Aufspielen spezieller Festplatten-Images, die entweder vom Hersteller vorbereitet oder vom Kunden beigesteuert werden
  • Spezielle Firmware-Versionen und BIOS-Einstellungen für den Kunden
  • Manuelle Arbeiten: Einbau zusätzlicher Hardware-Komponenten, die über die Standard Fertigung nicht gehandhabt werden können. Erfassung zusätzlicher Seriennummern von Komponenten.
  • Zugriff von Kundenseite: Für die logische Einbindung des neuen Gerätes in die Netzinfrastruktur des Kunden wird über eine virtuelle LAN-Verbindung ein exklusiver VPN-Zugang zum Gerät gelegt. Der Kunde hat ab diesem Zeitpunkt vollkommene Kontrolle über das Gerät und kann sich von seinem Netzwerk aus darauf verbinden.
  • Abschließendes Reporting: Sind alle Schritte erledigt und wurde das Gerät dem Versand übergeben, erhält der Kunde und die Faktura des Herstellers eine Benachrichtigung.

Verwendete Technologien

  • Microsoft Windows SQL Server
  • Microsoft Visual Studio mit C#
  • Radius-Server
  • Cisco VLAN-Switch mit SNMP Protokoll

 

Bereitstellung von Systemsoftware und Applikationen

 

Übersicht

Aufgabenstellung

Für Geräte, die unter Windows betrieben werden stellt ein Computerhersteller Software-Updates bzw. Software-Pakete zur Verfügung. Dabei handelt es sich unter anderem:

  • Treiber für Geräte auf der Hauptplatine (Chipset)
  • Treiber für Einbaukomponenten wie zum Beispiel Grafikkarten und Festplattencontroller
  • Updates für die Geräte-Firmware (BIOS)
  • Hotfixe für Windows
  • Optionale Applikationen, die der Kunde auf Wunsch selbst nachinstallieren kann

Der Hersteller liefert die Software-Pakete für verschiedene Installationsverfahren:

  • Vorinstallation in der Computerfertigung
  • Treiber-CD, die der Kunde bei einer Neuinstallation des Betriebssystems verwenden kann
  • Herstellerspezifischer Update-Agent, der unter Windows regelmäßig nach Updates sucht, den Anwender informiert und auf Wunsch die Pakete installiert
  • Microsoft Configuration Manager Katalog (ehemals SCCM), mit Hilfe dessen Administratoren die Softwarepakete mit Microsoft Produkten auf die Clients verteilen können
  • Update-Manager, über den Administratoren mit Hilfe eines skriptfähigen Agenten Softwarepakete auf den Clients verteilen könne, ohne eine Microsoft-Lösung einsetzen zu müssen (eignet sich für Infrastrukturen bis 100 Clients)

Hauptelemente

  1. Vorbereiten der Pakete und der Computersysteme
  2. Generierung der Pakete und Metadaten für die verschiedenen Bereitstellungsarten
  3. Vorinstallation in der Fabrik des Compupterherstellers
  4. Installation und Updates in der Laufzeitumgebung beim Kunden

 

Verwendete Technologien

  • Microsoft Windows SQL Server
  • Microsoft Visual Studio mit C# und .NET Core
  • Windows Image-Format (WIM)
  • Windows Management Instrumentation (WMI)